Am 5. Januar 2026 hatten wir einen Einsatz in einer Schule in Eberswalde. Dieser Einsatz hat uns umso mehr darin bestärkt, wie dringend dieses Thema ist, das wir für unsere Weiterbildung gewählt haben.
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Erfahrung haben wir in dieser Woche eine „Werkzeugkiste“ für Einsätze an Schulen und Kitas gepackt. In dieser Woche wurden die Grundlagen für die Zusammenarbeit mit den Schulpsychologen des Landkreises Barnim durch einen intensiven Gedankenaustausch, Erarbeitung gemeinsamer Einsatzabläufe und Abstimmung von Infomaterial gelegt sowie die Zusammenarbeit mit dem Verein Eisenherz e.V. zur Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen intensiviert. Die Trauerpädagogin Antje Muth brauchte uns die Grundlagen für traumatische Erlebnisse von Kindern und Jugendlichen nahe.
Eine solche Weiterbildungswoche, wie sie das Team in dieser Woche durchgeführt hat, stärkt unseren Teamgeist und sichert das Vertrauen vor allem in solchen Einsätzen, in denen mehrere Teammitglieder zusammenarbeiten, wenn es zum Beispiel zahlreiche Betroffene gibt. Man versteht sich dann „ohne Worte“ und kann sich auf einander verlassen.
Im Jahr 2025 wurde das Team zu insgesamt 130 Einsätze gerufen. 16 Mitglieder und ein Anwärter gehören aktuell dem Team an.
In dieser Woche verabschiedete das Team der Notfallseelsorge ein langjähriges und äußerst erfahrenes Mitglied, Frau Karin Stützner, in den Ehrenamtsruhestand. Sie war 2004 Gründungsmitglied und viele Jahre Teamleiterin. Karin Stützner hat die Notfallseelsorge im Landkreis Barnim bis heute geprägt.
In der Notfallseelsorge begegnen die Teammitglieder Menschen oft in Momenten, in denen kaum etwas greifbar ist. Was bleibt, sind Eindrücke, Haltungen, kleine Gesten – Dinge, die man nicht messen kann, die einen in schweren Momenten aber tragen.
Als die Notfallseelsorge 2004, vor allem durch das Engagement von Karin Stützner, gegründet wurde, gab es noch keine Erfahrungen. Was es brauchte, waren Menschen, die bereit waren, Zeit, Verantwortung, Überzeugung und Mut einzubringen. Als Gründungsmitglied hat Karin Stützner nicht nur das Team der Notfallseelsorge mit aufgebaut, sondern hat es beim Katastrophenschutz angesiedelt.
Das Wirken von Karin Stützner wird auch zukünftig Spuren hinterlassen, Strukturen, Abläufe, eine gemeinsame Haltung – das alles ist nicht zufällig entstanden. Es ist Ergebnis von solchen Menschen wie Karin Stützner, die bereit war, mehr zu geben, als man im Ehrenamt erwarten kann. Wir danken ihr für 22 Jahre großartige Unterstützung und Mitarbeit.
Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit im Team der Notfallseelsorge im Landkreis Barnim, wenden Sie sich bitte per Mail an bevoelkerungsschutz(at)kvbarnim.de. Interessierte Personen, die mindestens 25 Jahre alt, empathisch, emotional stabil, belastbar, zuverlässig, selbstreflektiert sind und über eine gute Kommunikationsfähigkeit verfügen sowie einen respektvollen und wertschätzenden Umgang pflegen, sind herzlich im Team willkommen.




